Feinstaubalarm Tauschaktion 2017

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Ein knisterndes Feuer im Kaminofen ist gemütlich und romantisch. Ist das Modell aber schon älter, stößt es viel Feinstaub aus. Zum Schutz der Umwelt sieht ein Gesetz vor, dass Kamin- und Kachelöfen, die älter als 30 Jahre sind nachgerüstet oder stillgelegt werden.

Wann müssen Kaminöfen ersetzt oder nachgerüstet werden?

Der Emissionsausstoß moderner Geräte liegt um bis zu 85 Prozent unter dem der alten Öfen, so der Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI). Seit 2010 sieht die Bundes-Immissionsschutzverordnung Grenzwerte für Kamin- und Kachelöfen vor. Besitzer müssen Öfen, deren Wert darüber liegen, ersetzen oder mit einem Filter nachrüsten. Es wird dadurch auch deutlich weniger Brennstoff verbraucht.

Welche Öfen sind von den Tauschwellen betroffen?

Die nächste Austauschfrist endet Ende Dezember 2017. Wer einen Kaminofen hat, der bis einschließlich 1984 gebaut wurde, muss bis dahin aktiv werden. Am Jahresende 2020 läuft die Schonfrist für Modelle der Baujahre 1985 bis 1994 ab. 2024 müssen dann Öfen, die im Zeitraum von 1995 bis Ende März 2010 gefertigt wurden und nicht die Grenzwerte einhalten, ausgetauscht oder nachgerüstet sein. Historische Modelle die vor 1950 hergestellt wurden, offene Kamine und Kochherde sind ausgenommen.

Wie finde ich heraus, ob mein Ofen betroffen ist?

Anhand des Datums auf dem Typenschild des Gerätes lässt sich leicht feststellen, wann der Ofen gebaut wurde. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

Was sagen Experten über die Nachrüstung mit einem Spezialfilter?

„Bei alten Öfen hat das eigentlich wenig Sinn“, sagt Tim Froitzheim vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Anlagen, die ohne nachgerüsteten Filter bis Ende 2017 außer Betrieb genommen werden müssen, sind rund 30 bis 40 Jahre alt. „Für ein technisches Gerät, das dieser Belastung ausgesetzt wird, ist dies ein stolzes Alter. Ihre Verbrennungstechnik war nicht auf die heute geforderten geringen Emissionswerte ausgelegt.“

Tauschaktion 2017